Angeblich denken (ja, typisch) Männer mehr als 100 Mal pro Tag an Sex,
bei Frauen soll die Quote etwas niedriger sein. Ja, der Sex "schimmert"
im Prinzip durch alle beruflichen und privaten Lebensbereiche. Und vor allem:
Sex sells! Das weiß auch die mediale Werbung, die ebenfalls von sexuellen
Schlüsselreizen regelrecht durchsetzt ist.
Singles wollen, ja suchen Sex, Menschen in Partnerschaften haben (meistens)
Sex; beide Lebensformen erleben Sex anders - und doch irgendwie gleich.
Ein spannendes Thema.
Auch in reinen Alltagsgesprächen kann es hin und wieder sexeln (obwohl man sich eigentlich "nur" unterhält); nämlich dann, wenn zwei Menschen miteinander unterschwellig flirten. Werden einige Flirtphasen übersprungen (Sehen, Entfernungsverkürzung, Ansprechen), kann es zu "knisternden" Berührungen kommen. Dann liegt Sex in der Luft.
Wer meint, mit der Tür ins Haus fallen zu müssen, dem sollte klar
sein: In den meisten Fällen klappt das nicht - vor allem, wenn man
ein Vertreter des männlichen Geschlechts ist. Liebe Männer, merkt
euch: Frauen müssen erst mal abchecken, ob der Sexpartner in spe "harmlos"
ist, schließlich ist man in der Nacht zu zweit alleine(!).
Und liebe Frauen: Männer sind nach einem Sexangebot im dritten Satz auch
häufig vor den Kopf gestoßen.
Sie kennen vielleicht das spanische Sprichwort: Heirate oder heirate nicht
- du wirst es bereuen. Nun, man muss zugeben: Als Single ist es in Sachen
Sex nicht immer so einfach, besonders als Mann. Frauen können relativ leicht
einen Sexpartner für eine Nacht finden, Männer nicht.
Auf der anderen Seite ist der Sex mit einem Unbekannten oder mit jemandem, den
man nicht allzu oft sieht, sehr ekstatisch, "neu" und sehr reizvoll.
Fragt man Menschen, die seit Längerem in einer Partnerschaft leben, nach
ihrer Sexzufriedenheit, erhält man in der Regel ernüchternde Antworten.
Zwar könnten die Betreffenden eigentlich Sex haben, wenn sie wollen, aber
sie tun es trotzdem nicht immer dann, wenn ihnen danach ist. Manchmal ist es
der Alltagsstress, der abstumpfen lässt, manchmal sind es Konflikte, die
nur in den eigenen vier Wänden bestehen.
Daher gilt: Man muss an der Leidenschaft in der Beziehung arbeiten, Rollenspiele
praktizieren...
Und da gibt es noch diejenigen, die dem Sex anscheinend abgeschworen haben.
Sie meinen: "Nee, ich brauch das nicht!" Dies klingt paradox, da
der Sexus ja angeboren ist. Dafür verantwortlich sind biografische Erfahrungen,
etwa ein lustfeindlicher Erziehungsstil, oder aktuelle Frustrationen.
Sexentzug wirkt bei der Allgemeinheit demgegenüber geradezu Frust auslösend.
Manche Dichter beschreiben den Orgasmus als "kleinen Tod". Die
Empfindungen beim Klimax sind geradezu unbeschreiblich: der Hit sozusagen. Interessanterweise
unterscheiden sich die Orgasmusempfindungen von Frauen und Männern.
Bei Männern dauert ein durchschnittlicher Orgasmus (egal ob selbst oder
durch Verkehr ausgelöst) zwischen sieben und zehn Sekunden.
Liebe Männer, werdet jetzt bitte nicht neidisch, aber der Orgasmus bei den meisten Frauen ist länger andauernd, einige Sekunden, und um bis zu neunmal intensiver(!). Außerdem sind sogenannte "multiple Orgasmen" möglich. Manche Frauen haben keine Probleme, beim Sex einen Orgasmus zu erleben, andere schon. Meistens sind psychologische Komponenten dabei entscheidend.
Trägt man alldem Rechnung, so wird schnell klar: Sexualität sollte
schon nicht vernachlässigt werden. Wer häufig Sex (mit demselben Partner)
hat, lebt zufriedener, sorgt für mehr Partnerschaftsqualität und hat
auch mehr Kraft, um dem alltäglichen Wahnsinn entgegenzutreten.
Machen Sie daher das Beste daraus. Und die Romantik nicht vergessen!
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