Ein bekanntes Lied geht so: "Ein Freund, ein guter Freund, das ist das Schönste, was es gibt auf der Welt." Tatsächlich kann eine echte Freundschaft es in Hinsicht auf Intimität und Vertrautheit mit vielen Liebschaften und Eheverhältnissen aufnehmen. Doch viele Faktoren können eine befriedigende Freundschaft auf eine harte Probe stellen, etwa ein Umzug weiter weg (beispielsweise wegen beruflicher Anforderungen), oder aber einer der beiden lernt einen Lebensabschnittsgefährten kennen. Dennoch sollte man nicht auf seinen besten Freund verzichten.
Eine gute (manche sagen wahre) Freundschaft zeichnet sich vor allen durch Vertrauen,
Uneigennützigkeit, Authentizität und gegenseitiges Interesse am Wohl und Wehe
des anderen aus. Geld und Entfernung spielen außerdem keine Rolle.
Natürlich muss man eine Freundschaft auch pflegen, man sollte sie nicht im Sande
verlaufen lassen.
Hilfe annehmen, füreinander da sein oder einfach mal zuhören - das muss in einer
Freundschaft zu jeder Zeit selbstverständlich sein.
Die ersten Freundschaften entstehen schon im Kleinkindalter, sprich: in der
Krippe oder im Kindergarten. Vielleicht sind die Eltern befreundet, man trifft
sich öfter gemeinsam. Schon Kleinkinder sind sehr am Kontakt zu Gleichaltrigen
interessiert.
Die ersten "richtigen" Freundschaften entstehen im Grundschulalter.
Wir erinnern uns daher nicht ohne Grund ein Leben lang an unseren Tischnachbarn
aus der ersten oder zweiten Klasse. Schon hier zeigt sich: Man ist aufeinander
angewiesen, hilft sich entsprechend.
Viele Jungen und Mädchen sind irgendwann Mitglied in einem Sportverein
(siehe Massensportarten). Dies ist sehr wichtig in Hinsicht auf die Entwicklung
des jungen Menschen; er muss sich mit anderen auseinandersetzen, sich durchsetzen
und soziale Kompetenzen entwickeln.
Schnell entstehen auf dem Sportplatz Freundschaften. Man freut sich gemeinsam
über sportliche Erfolge und nimmt hin und wieder die gegenseitige Sympathie
mit in den Freizeitbereich.
Eine echte Freundschaft unter Kollegen ist immens wichtig in Hinblick auf die
seelische Gesundheit am Arbeitsplatz. Stellen Sie sich nur mal vor, man müsste
die ganze Arbeitszeit, etwa im Büro, mit formellen Gesprächen ohne
"Herzblut" verbringen. Schnell wäre man ausgebrannt.
Wohl dem, der einen wahren Freund als Kollegen hat. Man kann zwischen Tür
und Angel gemeinsam Frust ablassen, lachen oder sich zur Mittagspause verabreden
und ein bisschen "schnacken".
In vielen Teenager-Cliquen gibt es ein ungeschriebenes Gesetz, und das lautet
sinngemäß: Eine Liebesbeziehung darf niemals die Freundschaft gefährden.
Denn auch schon die jungen Leute wissen, dass infolge der ersten, zweiten oder
dritten Liebe ein Abnabelungsprozess einsetzen kann.
Im Erwachsenenalter ist das nicht anders. Die Partnerin oder der Partner sind
nicht selten eifersüchtig - und tun entsprechend viel dafür,
die Freundschaft zu sabotieren.
Etwas extremer gestaltet sich das Thema naturgemäß bei andersgeschlechtlichen
Freunden, besonders, wenn jene doch ziemlich attraktiv sind. Eine solche Konstellation
stört wohl die meisten Partnerinnen und Partner.
In solchen Fällen sollten klare Absprachen getroffen werden. Man sollte
sich niemals seinen besten Freund, seine beste Freundin "ausreden"
lassen.
"Freunde sind echte Glücksbringer", sagt der bekannte Autor von Hirschhausen. Damit meint er, dass beste Freunde unserer Psyche gut tun. Wir Menschen sind bekanntlich auf soziale Bindungen programmiert. Ohne Freunde sind wir unglücklich - und der Ehepartner kann dieses fundamentale Bedürfnis nach Bindung niemals alleine "auffangen". Das soll er auch gar nicht. Besser ist es, man hält seine sozialen Kontakte aufrecht. Das heißt: Ein Tag pro Woche muss schon für den besten Freund "drin" sein.
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