Schüchternheit kann eine sehr große Flirtbremse sein. Ein bisschen
schüchtern ist vor dem ersten beabsichtigten Small Talk wahrscheinlich
jeder, auch die sogenannten Flirtprofis. Hinter Schüchternheit steckt häufig
die Angst vor Ablehnung, sprich: vor einem Korb. Es kommt eigentlich "nur"
darauf an, die Schüchternheit zu überwinden und dabei noch einen guten
Ersteindruck zu machen.
Das ist für manche schwer genug, für andere gar unmöglich. Doch
"Rettungsmöglichkeiten" gibt es immer.
Jeder kennt Schüchternheit, weiß, wie sie sich anfühlt. Schüchternheit
ist tagesformabhängig: Wenn man "gut drauf" ist, ist man mutiger,
auch offener. Wenn jedoch die Depression mal anklopft, dann will uns flirttechnisch
gleich gar nichts gelingen.
Auch die Flirtprofis kennen Schüchternheit. Im Unterschied zu Flirtmuffeln
aber können sie sich überwinden und Personen des anderen Geschlechts
einfach so ansprechen.
Wer flirttechnisch aktiv werden will, aber extrem schüchtern ist, der
neigt im entscheidenden Moment zur Selbstsabotage. Diese zeigt sich besonders
in bestimmten "Denkbremsen" (siehe unten).
Gerade bei Flirtversuchen zeigt sich Schüchternheit, und zwar körperlich
(als Anspannung), emotional (als unliebsames Gefühl), und verhaltenstechnisch
(als Fluchttendenz).
Warum sind die Unterschiede in Sachen Schüchternheit so groß, bei jedem Menschen unterschiedlich stark ausgeprägt? Nun, die eigene Biografie spielt natürlich eine große Rolle. Wenn in jungen Jahren der Heranwachsende viele positive Erfahrungen mit dem sozialen Umfeld machen kann, wirkt sich das auch positiv auf die Flirtkompetenz aus. Leider gilt auch der umgekehrte Fall.
Wer schüchtern ist und die Dinge ändern will, der beginnt am besten
zunächst einmal damit, in relevanten Situationen sein falsches Denken ("Ich
kann nicht flirten!") zu bemerken und kritisch zu hinterfragen. Beurteilen
Sie so objektiv wie möglich Ihre Denkfehler (u. a.: "Ich kriege jetzt
gleich bestimmt einen Korb!"), hinterfragen Sie sie - und führen
sie ad absurdum.
Mit einer daraus entstehenden positiven Einstellung wirken Sie auch nach außen
hin gelassener.
Machen Sie sich auch klar: Jeder ist dann und wann schüchtern. Das ist im Prinzip keine große Sache. Stehen Sie zu Ihrer Schüchternheit! Sie können das Thema auch in den ersten Anbaggerspruch packen. Wirkt sympathisch! Etwa so: "Du, ich bin ziemlich schüchtern, möchte dich aber trotzdem fragen, ob du einen Cocktail mit mir trinken magst."
Man kann seinen inneren Kritiker also zunächst schrittweise rational widerlegen
(siehe oben), man kann ihn auch überrumpeln. Und das geht so: Wenn Sie
das nächste Mal neben einem attraktiven Menschen, den Sie kennenlernen
wollen, langsam, aber sicher zur Salzsäure erstarren, sprechen Sie den
anderen ohne nachzudenken sofort an!
Dann hat die innere Flirtbremse gar keine Zeit zuzuschnappen.
Also, es ist klar geworden, dass Schüchternheit nichts "Schlimmes"
ist. Nehmen Sie sie nicht zu ernst. Ein Leben ohne Schüchternheit ist undenkbar,
da Schüchternheit zu einem gewissen Grad auch angeboren ist. Sie soll uns
vor negativen Erfahrungen mit anderen Menschen schützen. Das ist nun bestimmt
das eine ums andere Mal sinnvoll, aber im Gesamten eher ein Hindernis.
Daher muss Schüchternheit auch ein paar Mal pro Woche überwunden werden!

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